Februar: Mit leuchtend roter Brust………

und schwarzer Kappe leicht zu erkennen. Der Dompfaff, er ist ein recht auffälliger Singvogel und wird auch Gimpel oder Blutfink genannt. Wie der letzte Name vermuten lässt gehört der Dompfaff zu der Familie der Finken. Herr und Frau Dompfaff sind im Vergleich zu anderen Singvögel leicht zu unterscheiden. Denn während die Männchen ihre typische orange-rote Brust- und Bauchpartie präsentieren, sind die weiblichen Gimpel unterseits eher unauffällig olivgrau gefärbt.

Die im Volksmund verbreitete Bezeichnung Dompfaff orientiert sich wohl an seinem Erscheinungsbild eines Domherren mit schwarzer Kappe und rotem Gewand sowie seiner etwas rundlicher wirkenden Gestalt. Der Name Dompfaff gab zu allen Zeiten Anlass zu Spottgeschichte. Der Volksmund urteilte hier glasklar“ Weil er nicht so schön singe, aber desto mehr fresse!“ nenne man ihn Dompfaff. Beleibte Gottesmänner mussten sich früher schon mal Spottnamen wie “ Dompfaff, oder Gimpel “ gefallen lassen.

Der Dompfaff ist nicht zänkisch, er lebt im Herbst in kleinen Gemeinschaften, und wenn einer aus der Gruppe zu Tote kommt, kehren die anderen an den Platz zurück, an dem der Genosse verschwand und rufen klagend nach ihm.

Er verhält sich ruhig nicht hektisch. Dieses Verhalten gab Anlass, ihn für langsam und schwerfällig zu halten. Sie erjagen ihr Futter nicht, sie ernähren sich überwiegend pflanzlich, also wozu ein aufgeregtes Verhalten.

Der wunderschöne Federball fliegt mit seinem Partner zusammen ans Futterhaus. Einer frisst, der andere hält Wache. Stets halten sie Ausschau zueinander, suchen den Kontakt und kommunizieren. Wenn also ein Pärchen am Futterhaus frisst, sieht man in den Büschen nebenan, oftmals noch ein Pärchen sitzen. Bei uns am Futterhäuschen konnte ich manchmal bis zu 5 Pärchen zählen.

Den ganzen Tag belagerten sie dann die Futterquelle, in aller Seelenruhe schälten sie ein Sonnenblumenkern nach dem Anderen. Außer dem Schnabel bewegte sich nichts, bis sie sich dann mit vollem Bauch davon trollten. Nicht einmal durch das hektische Gewusel der anderen Vögel ließen sich die Gimpel stören. Und es ist wie bei allen anderen Lebewesen, Bequemlichkeit und nimmersatt machen aus jedem im laufe des Winters ein „Plus Size Model“ 😉 Ich hatte fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich die Dom-Kugel behäbig davonfliegen sah. Hatte aber die Hofnung, das er seine alte Figur spätestens im Frühling beim Nestbau und in der Balz wieder findet.

Wegen seiner Farbenpracht wurde der Gimpel lange Zeit gefangen und in Käfigen gehalten. Durch nachahmen seines Pfeifens wurde der zutrauliche Vogel angelockt. Oder sie wurden direkt aus dem elterlichem Nest geholt. Normalerweise lernen die Jungen den Gesang von den Altvögeln. In Gefangenschaft wurde dem wehrlosen Jungvögel dann beigebracht Lieder zu pfeiffen. Dann wurden sie als Käfigvogel weiter verkauft. Wie gemein ! 🙁 Und auch heute noch gibt es Züchter, die mit den Tieren handeln, auch wenn der Fang der Wildvögel zum Glück verboten ist. Es ist sehr schade, denn ein großer Teil seiner angeblichen „Leichtgläubigkeit“ ergibt sich aus seiner Treue.

Ich sehe den schönen Vogel immer wieder gerne am Futterhäuschen. Er bringt etwas Farbe in die manchmal tristen Wintertage und seine Ruhe und Gelassenheit wäre auch für uns manchmal gut.

 

Über Kommentare würde ich mich freuen 😉

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